Gebiet
Wir besuchen Sie auch zuhause, im Pflegeheim oder nutzen die Zeit in der Kita zur Therapie mit Ihrem Kind.
Standorte
Innosozial Ahlen – Am Röteringshof
Am Röteringshof 34-36
59229 Ahlen
Innosozial Beckum – Linnenstraße
Linnenstraße 37
59269 Beckum
Alle Praxen verfügen über Parkplätze für Behinderte und barrierefreie Zugänge.
Beratung
Beim ersten Termin wird der Logopäde/die Logopädin im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs die genauen Probleme, die sich beim Sprechen zeigen, erfragen: Wann sie erstmals aufgefallen sind und welche Ursachen zugrunde liegen könnten. Bei Kindern werden auch Fragen danach gestellt, ob Sprach-, Sprech-, Schluck- oder Hörstörungen in der Familie vorliegen, ob es Komplikationen in der Schwangerschaft oder bei der Geburt gab und ob das Kind einen Unfall, eine Operationen oder häufige Mittelohrentzündungen hatte.
Im Anschluss werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um die vorhandenen Fähigkeiten des Kindes oder des Erwachsenen zu testen und die vorliegende Schwierigkeit genau einordnen zu können. Auf der Grundlage dieses Befundes und der Angaben auf der Verordnung Ihres Arztes/Ärztin kann dann die geeignete Vorgehensweise zur erfolgreichen Behandlung ausgewählt werden.
Danach werden in regelmäßig stattfindenden Terminen mit dem Logopäden/der Logopädin mit Hilfe der gewählten Behandlungsmethoden trainiert und an den Schwierigkeiten gearbeitet, dabei spielt das persönliche Gespräch und die Motivation zum eigenständigen Üben eine wichtige Rolle.
Wir unterliegen der Schweigepflicht.
Zugang
Wie können Sie Logopädie in Anspruch nehmen?
Sprechen Sie vor der Anmeldung in unserer Praxis mit Ihrem behandelnden Arzt/Ärztin über Ihre Schwierigkeiten und die Notwendigkeit einer logopädischen Behandlung. Mit einer ärztlichen Verordnung kommen Sie zu uns in die Praxis. Bitte rufen Sie uns zwecks Terminvereinbarung vorher an.
Sie können sich natürlich auch direkt vertrauensvoll an uns wenden.
§ Gesetzliche Grundlagen
Arbeitsweise, Methoden, Therapien und Team
Wir verfügen über vielfältige Behandlungsmöglichkeiten, um Ihnen persönlich die bestmögliche Unterstützung zu geben.
Im Folgenden möchten wir Ihnen unsere wichtigsten Methoden- und Therapiekonzepte vorstellen:
Aktuelle Videos
Nutzen Sie unser Mediacenter. Dort finden Sie alle unsere Videos. Reinschauen lohnt sich!
Regionale Kooperationen
Wir arbeiten u. a. mit folgenden Einrichtungen/Institutionen zusammen:
- St. Franziskus Hospital, Ahlen
- Elisabeth-Tombrockhaus (Seniorenheim)
- Kindergärten und Kindertageseinrichtungen
- Förderschulen
- „Kurze Wege“ Treffen, Ahlen
Weitere Themen
Die Logopädie wird bei verschiedensten Sprech-, Sprach-, Schluck- und Stimmstörungen eingesetzt.
Therapie für Kinder
Therapie für Erwachsene
Erwachsene haben oft nach einer Erkrankung, wie z. B. einem Schlaganfall, Schwierigkeiten beim Schlucken oder beim Sprechen. Gezielte logopädische Übungen helfen diese Probleme wieder in den Griff zu bekommen.
Bei folgenden Beschwerden hilft gezielte logopädische Behandlung:
- Schluckprobleme mit fester flüssiger Nahrung
- Akuter Sprachverlust zum Beispiel nach Schlaganfall oder Verletzungen des Gehirns
- Störungen der Stimme
- Sprachprobleme durch Hörstörungen
- Störungen beim Aussprechen z. B. Lispeln
- Verzögerungen bei der Entwicklung von Sprache
- Störungen des Redeflusses z. B. Stottern
Informationen für Eltern
1. Elterninfo zum Baby-led Weaning (BLW)
Liebe Eltern,
Baby-led Weaning bedeutet, dass Ihr Kind das Essen von Anfang an selbstständig erkundet und zum Mund führt. Aus logopädischer Sicht kann BLW die Mundmotorik, Wahrnehmung und Freude am Essen positiv unterstützen.
Was unterstützt BLW aus logopädischer Sicht?
- Förderung von Kauen, Zungenbeweglichkeit und Lippenaktivität
- Verbesserung der Koordination von Atmung, Kauen und Schlucken
- Positive sensorische Erfahrungen (Form, Konsistenz, Temperatur)
- Stärkung der Selbstständigkeit und des Körpergefühls
Wann ist mein Kind bereit?
Ihr Kind sollte:
- mit wenig Unterstützung aufrecht sitzen
- den Kopf sicher halten
- Interesse am Essen zeigen
- Nahrung gezielt zum Mund führen
- in der Regel etwa 6 Monate alt sein
Worauf Sie beim Essen achten sollten
- Aufrechte Sitzposition (keine liegende Haltung)
- Füße möglichst abgestützt
- Ruhige Essatmosphäre ohne Zeitdruck
- Ihr Kind bestimmt Tempo und Menge
Geeignete Lebensmittel
- Weiche Lebensmittel (mit den Fingern zerdrückbar)
- Sticks oder Spalten zum Greifen
- Unterschiedliche Konsistenzen anbieten
- Kein Salz, kein Zucker, keine harten oder runden Lebensmittel
Würgen ist nicht gleich Verschlucken
Viele Kinder würgen anfangs beim Essen. Das ist normal und Teil des Lernprozesses.
- Würgen: laut, hustend, mit Bewegung – meist unbedenklich
- Verschlucken: leise, keine Luft – dann sofort reagieren
Bleiben Sie ruhig – Ihr Kind orientiert sich an Ihnen!
Ihre Rolle als Eltern
- Essen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind
- Kein Druck, kein Zwang, kein „Noch ein Bissen“
- Vertrauen Sie auf die Fähigkeiten Ihres Kindes
- Essen darf Spaß machen
Wann ist eine logopädische Beratung sinnvoll?
- häufiges Verschlucken oder Husten beim Essen
- sehr eingeschränkte Lebensmittelauswahl
- auffällige Mundmotorik oder starke Abwehr
- Sorgen oder Unsicherheiten beim Essen
BLW und Löffelfütterung schließen sich nicht aus – beides darf kombiniert werden.
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.
2. Elterninfo zur Beikost-Einführung
Liebe Eltern,
die Beikost-Einführung ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Ess‑, Kau‑ und Schluckentwicklung Ihres Kindes. Aus logopädischer Sicht gibt es einige Punkte, die diese Entwicklung und spätere Sprach‑ und Essfähigkeiten positiv unterstützen können.
Do’s – das unterstützt die Entwicklung
- Aufrechte Sitzposition (mit guter Rumpf‑ und Kopfkontrolle).
- Angebot von breiiger Kost, später stückiger werdend – dem Entwicklungsstand angepasst.
- Langsames Füttern und Pausen zulassen.
- Das Kind aktiv mit dem Mund erkunden lassen (Löffel, Nahrung, Hände).
- Mundschließen durch Abwarten fördern – nicht den Mund öffnen erzwingen.
- Verschiedene Konsistenzen, Geschmäcker und Temperaturen anbieten.
- Vorbild sein: gemeinsames Essen, ruhige Atmosphäre.
Don’ts – darauf sollte verzichtet werden
- Füttern im Liegen oder stark zurückgelehnter Position.
- Dauerhaftes Passieren oder ausschließlich sehr feine Breie über Monate.
- Ablenkung durch Spielzeug, Handy oder Fernseher beim Essen.
- Zwang, Druck oder Ablenkungsfütterung („noch ein Löffel für …“).
- Häufiges Nachschieben des Löffels, bevor geschluckt wurde.
- Langes Saugen an Quetschbeuteln ohne Löffelkontakt.
Wann ist eine logopädische Beratung sinnvoll?
Eine logopädische Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind:
- häufig würgt oder sich verschluckt
- Nahrung im Mund sammelt oder wieder ausspuckt
- den Mund beim Füttern kaum schließt
- bestimmte Konsistenzen dauerhaft verweigert
- sehr unruhig oder gestresst beim Essen wirkt
Bei Fragen zur Beikost-Einführung, Ess‑ oder Schluckentwicklung sprechen Sie uns gerne an.




