Teilnehmende am Projekt „Gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche“ im Tanzworkshop, beim Kochen mit einer Polizeihauptkommissarin und im gemeinsamen Ausflug
Gerade in Schulen, Freizeiteinrichtungen und im Alltag von Jugendlichen gewinnt Gewaltprävention zunehmend an Bedeutung. Genau hier setzt das Projekt „Gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche“ an. Es stärkt junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein, ihren sozialen Kompetenzen und ihrer aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Mit innovativen Workshops, vielfältigen Freizeitaktivitäten und der engen Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen setzten wir ein klares Zeichen für persönliche Entwicklung, soziale Verantwortung und ein gewaltfreies Miteinander“ erklärt Projektleitung, Agnieszka Bednorz.
Ein wichtiger Baustein des Projekts war der Workshop „Gewaltprävention durch Tanz“, der gemeinsam mit der Tänzerin und Choreografin Nona Siepmann für Schülerinnen und Schüler der Therese-Münsterteicher Gesamtschule durchgeführt wurde. „Tanz ist nicht nur Bewegung, er ist Ausdruck und Selbstbehauptung zugleich“, erklärt Nona Siepmann. „In diesem Workshop haben wir erstmals eine neue Methode erprobt, die Gewaltprävention auf tänzerische Weise vermittelt“, ergänzt Ergül Aydemir, Projektmitarbeiterin. „Die Jugendlichen haben die Übungen begeistert aufgenommen, hatten großen Spaß und konnten gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein, ihre Teamfähigkeit und den respektvollen Umgang miteinander stärken. Lernen darf Freude bereiten und nachhaltig stärken“ so Aydemir weiter.
Ziel des Projekts ist es, die Jugendlichen in ihrer Selbstbehauptung zu stärken, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen und klar zu kommunizieren. Gleichzeitig werden Teamfähigkeit, respektvolles Miteinander sowie soziale Kompetenzen gefördert. Die Jugendlichen lernen, persönliche Erfahrungen zu reflektieren und Handlungsstrategien zu entwickeln, um auf Gewalt- und Mobbingverhalten angemessen zu reagieren und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Lehrerin Maria Ferrara betont: „Themen wie Antidiskriminierung, Mobbing und Gewaltprävention gewinnen in den Schulen immer mehr an Bedeutung. Projekte wie dieses geben den Jugendlichen die Möglichkeit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und Konflikte auf respektvolle Weise zu lösen.“
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit externen Partnern. So entstand eine Kooperation mit der kriminalpräventiven Initiative des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen „Kurve kriegen“, vertreten durch Polizeihauptkommissarin Sandra Bothe. Sie besuchte die Jugendlichen während des Jugendtreffs im Jugendzentrum Ost und stand in lockerer Runde beim gemeinsamen Kochen für Fragen zur Verfügung. Der Jugendtreff findet jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr im Jugendzentrum Ost statt, zu dem Jugendliche herzlich eingeladen sind.
Auch Freizeitangebote bieten eine gute Möglichkeit, Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen und Vertrauen zu stärken. Ein gemeinsamer Ausflug nach Dortmund gab den Jugendlichen die Gelegenheit, soziale Bindungen zu vertiefen und Gemeinschaft zu erleben. „Es ist entscheidend, dass die Jugendlichen nicht nur in Workshops lernen, sondern auch im Alltag erfahren, dass sie ernst genommen werden und auf ihre eigenen Stärken vertrauen können“, erklärt Aydemir.
Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.
Text und Gruppenfoto mit Schülerinnen und Schüler der Therese-Münsterteicher Gesamtschule (Innosozial)
