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13. März 2026

Jubiläumsfeier der Beratungsstelle VARIA

Rückblick auf 25 Jahre

Seit einem Vierteljahrhundert sind die Mitarbeiter*innen in den Bereichen Schwangerschafts(konflikt)beratung, Sexualität und Familienplanung tätig. Das war Anlass genug, um in einer Feierstunde an vergangene Zeiten zu erinnern und auch Entwicklungen und Ausblicke zu formulieren.

Im Bürgerzentrum Schuhfabrik (BÜZ) kamen über 60 geladene Gäste aus verschiedenen Einrichtungen zusammen, um dem Team zum Jubiläum zu gratulieren. Die Wiedersehensfreude auch von ehemaligen Mitarbeiter*innen war groß, trugen sie doch einen erheblichen Teil an der Erfolgsgeschichte der Beratungsstelle, die in Ahlen mit dem ersten Standort begann und dann weitere in Beckum, Oelde, Warendorf und der Stadt Hamm eröffnete.

Geschäftsführer Heiko Sachtleber begann mit einem Rückblick zur Entstehung. Mit den Gründungsmitgliedern Dietmar Zöller (PariSozial – jetzt Innosozial), Lisa Heese (Mütterzentrum Beckum) und Adelheid Kubitz-Eber (pro familia Münster) sollte es einen paritätischen Trägerverbund geben, der nach dem Ausstieg der Kirchen aus der Beratungsarbeit, ein weltanschaulich neutrales Angebot schaffen sollte. So wurden umfangreiche und bedarfsgerechte Angebote, die niedrigschwellig und wohnortnah sind, entwickelt.

Ahlens Bürgermeister Matthias Harman nahm Bezug auf die kürzlich verstorbene Rita Süssmuth, deren großes Anliegen immer die Selbstbestimmung der Frau über ihren Körper war. Für ihn leistet die Beratungsstelle einen großartigen Teil der Familienpolitik im Kreis Warendorf und ist somit ein wichtiges Standbein kommunaler Verantwortung.

In einer Präsentation ging Irmgard Husmann (Leiterin seit Beginn an) auf die Anfänge, Veränderungen und Entwicklungen in diesem Bereich ein. So stand im Jahr 2001 die Schwangerschaftskonfliktberatung mit ihren rechtlichen und medizinischen Themen im Vordergrund der Arbeit. Seitdem entwickelte sich das Beratungsangebot immer mehr zu einer ganzheitlichen, psychosozialen Unterstützung zu den Themen Schwangerschaft, Sexualität und Familienplanung. Dies stellte neue Anforderungen an die Beraterinnen, von denen die meisten mittlerweile über systemische Zusatzqualifikationen verfügen.

Die letzten 25 Jahre waren u. a. von der Einführung des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs, Problemen mit der Hebammenversorgung, der Zuwanderung von Menschen mit Fluchterfahrung, der Corona-Pandemie, der Digitalisierung und einer Zunahme von Bürokratie geprägt.

Mitarbeiterin Sina Gockel ging dann auf den Bereich der Sexualpädagogik ein, der ein großer Schwerpunkt der Beratungsstelle ist. So wurden in den 25 Jahren 3.542 Projekte an Schulen und in anderen Einrichtungen durchgeführt. Denn sexuelle Aufklärung geschieht, laut Statistik, immer noch am meisten in den Schulen.

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien wurde Thomas Philipzen auf die Bühne gebeten. Der bekannte Kabarettist hat die Gäste zum Lachen gebracht – er ging in humorvoller Weise auf die Beratungskompetenz der Mitarbeiterinnen, die Schwierigkeit mit Helikopter-Eltern und die Vorstellung von noch mehr Digitalisierung im Beratungsbereich ein.

Zum Abschluss überreichte Heiko Sachtleber jeder Mitarbeiterin ein Präsent und bedankte sich für deren großes Engagement.

Eine kleine Fotoauswahl vom Fest …

Sie möchten mehr Daten und Fakten? Dann lesen Sie hier den Jubiläumsbericht.

Einen Grund zum Feiern hatten: (v. l.) Mitarbeiterinnen Sina Gockel, Katrin Gerndt, Katharina Sandner, Geschäftsführer Heiko Sachtleber, Lina Knobel, Bela Bartels, Anna Blume, Irmgard Husmann und Bürgermeister Matthias Harman (Text und Foto: Innosozial)

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